this post was submitted on 31 Mar 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Hm, ich kann auch gerade schwer unterscheiden, ob du das rassistische und klassistische Framing so wiedergibst, weil du vom gesellschaftlichen Diskurs beeinflusst wurdest oder ob du einfach von dir aus rassistisch und klassistisch bist /s
Die anderen beiden Kommentare haben schon alles konstruktive gesagt. Fands interessant wie du dich so als "neutrale" Stimme siehst, die das konstruktiv diskutieren will, dann aber völlig verschrobene Punkte anführst, die vom gesellschaftlichen Diskurs, der nun mal rassistisch und klassistisch ist, ebenfalls so als "neutral" und "vernünftig" gesehen werden. Und wenn dann Artikel wie vom Volksverpetzer daran Kritik üben, dann wird das ganz schnell als Ideologie und Propaganda abgetan. Dabei ist doch genau das, was die gesellschaftliche Mitte konstant tut nix als ideologische Ausgrenzung von allen möglichen Minderheiten...
Hey, danke für deine Antwort. Ich habe weiter unten gerade nochmal länger geantwortet, auch mit entsprechenden Referenzen zu empirischen Daten. Vielleicht hilft das zum Verständnis meiner Position. Ich bin offen gegenüber Gegenargumenten. Lass uns also über die Daten reden, was meinst du?
Im Übrigen darfst du von einer generellen Mündigkeit meinerseits ausgehen. Ich bin also nicht per se Opfer der öffentlichen Meinung. Beeinflusst (wie jeder) natürlich aber schon.
Kannst du mir eventuell noch mitteilen was du als verschrobene Argumente empfindest? Dann könnte ich darauf besser antworten.
Ganz im Ernst, ich bin echt neugierig, was du denkst, was potenzielle Unterschiede zwischen deutschen und z.B. syrischen Menschen sein könnten, dass sie sich so wie du es dargelegt hast, unterschiedlich in der Kriminalstatistik eingehen. Was könnte es nur sein? Womöglich etwas essentielles was uns Deutsche von AuSlÄnDeRn unterscheidet? Nein, es gibt keinen essenziellen Unterschied zwischen Menschen syrischer oder deutscher Herkunft. Punkt! Wir sind alles Menschen. Die Gesellschaft und all die Strukturen, die wir aufgebaut haben, machen uns unterschiedlich. Kriminalität ist ein echt beschissenes Instrument, um irgendetwas zu messen, denn Kriminalität wird von Menschen in Machtpositionen immer wieder so umdefiniert, dass sie Menschen in machtlosen Positionen weiter unten hält. Es geht hier nicht um gute vs schlechte Menschen. Es geht hier um Machterhaltung.
Deine verschrobenen Argumente sind jene autoritätshörigen, die übersehen, dass Menschen ganz unten in der Gesellschaft oft keine andere Wahl haben, als kriminell zu werden. Das ist kein rein deutsches Phänomen, das ist Teil jeder ähnlich aufgebauten Gesellschaft und zieht sich durch die Geschichte der Menschheit. Wenn die deutsche Gesellschaft nicht auf dem Rücken von Zwangsarbeit, Kolonialismus, Neokolonialismus und anderer Ausbeutung sich zu solch einem Wohlstand entwickelt hätte und wir womöglich durch reichere Länder bewusst instabil gehalten würden, dann wären eben jetzt Deutsche die kriminellen in anderen Ländern.
Die Lösung auf all diese Probleme heißt nicht, weiterhin nach unten zu treten und es marginalisierten Menschen noch schwerer zu machen. Die Lösung heißt gesellschaftliche Befreiung von Hierarchien, Diskriminierung und Kapitalismus.
Und wo in deiner Sorge um kriminelle Menschen tauchen die ganzen Reichen auf, die uns tagtäglich ausbeuten, die Steuern hinterziehen, die alles tun, um ihr Geld zu horten und so einen wirtschaftlich viel größeren Schaden anrichten? Ach stimmt, sowas wird dann nicht kriminell gelabelt und interessiert natürlich dann wieder niemanden...
Ach, und vom Organ der Polizei brauchen wir gar nicht erst anfangen. Ursprünglich erschaffen, um Menschen an die Arbeit zu prügeln und heutzutage eigentlich immer noch so. Was ist denn mit den ganzen Polizist:innen, die straflos davonkommen, wenn sie Nazis schützen, schutzlose Menschen prügeln oder gar umbringen? Die werden nämlich nicht von der Kriminalstatistik erfasst, denn Polizist:innen schützen sich gegenseitig und brauchen keine Angst vor Strafverfolgung haben.
flora_explora@beehaw.org
Ich habe mir mal ein paar deiner bisherigen Posts zu anderen Themen angesehen. Schäbig wie du mit zweierlei Maß misst:
Einerseits unterstellst du mir (was ich nicht getan habe) hier Rassentheoretisch daher zu argumentieren.
Andererseits argumentierst dann gerade du Rassentheoretisch beim Thema Gesundheit:
(von dir geschrieben vor 2 Monaten zum Thema "The menstrual cycle can reshape your brain")
Das nenne ich mal scheinheilig und auch rassistisch. Denn wieso sollte es einen Unterschied machen, ob Gesundheitsforschung nun an weissen, schwarzen, braunen oder was auch immer für Menschen gemacht wurde.
Shame.
Einen großen Unterschied macht es zum Beispiel in der Dermatologie, wo sich Krankheitsbilder auf verschiedenen Hautfarben anders äußern.
Dadurch dass auch hier vor allem an weißen Menschen geforscht wurde, wird die Diagnose derselben Krankheiten bei nicht-weißen Menschen erschwert.